Die Djembe

Was ist das?

Die Djembe ist eine Trommel mit der Form eines Kelches. Sie ist mit einem Fell bespannt und wird mit zwei Händen gespielt.

Die Namen der Djembe, Größen und Formen unterscheiden sich von Region zu Region. Eine traditionelle Djembe besteht aus folgenden Elementen:

  • Resonanzkasten oder Holzschaft
  • Ziegenfell
  • Drei Eisenringe
  • Seilrolle für das Bespannungssystem des Fells

Heute erntet die Djembe großen Zuspruch unter den Menschen jeden Alters in Afrika und in Europa.

IHRE HERKUNFT

In Schwarzafrika gibt es zahlreiche unterschiedliche Djembeformen. Dieses Instrument findet man nur im Westen. Ihren Ursprung hat sie im von Soundjata Keita im XIII Jahrhundert gegründeten Ex-Imperium Mandinga. Dieses Imperium umfasste folgende aktuellen Länder: Elfenbeinküste, Mali, Senegal, Sierra Leone, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Gambia und Burkina Faso.

IHRE GESCHICHTE

Für die Djembe gibt es stetige Nachfrage bei der afrikanischen Bevölkerung. Ihr brillanter und starker Klang erlaubt es, dank ihrer vielfältigen „Sprache“, rasende Rhythmen zu spielen und Botschaften zu betonen.

Eine Person, die in einem Ensemble mit der Djembe spielt, wird auch durch die hierarchische Ordnung der Musiker motiviert. In der Tat finden sich intern in den Ensembles immer die erste, die zweite, die dritte Djembe usw.

Die Djembe mit ihren großartigen Möglichkeiten in der Technik und im Ausdruck regen die jungen Musiker an, die Technik ihres Instruments zu verbessern und ihre Grenzen zu überwinden.

Die Djembe ist für den Großteil der traditionellen afrikanischen Völkergruppen heilig. Ihr wird derselbe Respekt wie gegenüber einem Menschen entgegen gebracht. Wie ein Neugeborenes wird die Djembe ersonnen, empfangen und getauft. Darüber hinaus wird die Djembe nicht als Musikinstrument betrachtet sondern als Kommunikationsmittel, als Überträger der Sprache.

Die Djembe, die im traditionellen Afrika einmal pures Kommunikationsinstrument war (Kommuikation im weitesten Sinne: gemeinschaftlich, mit der spirituellen Entität und mit den Händen der Ahnen) ist ein Musikinstrument in Europa geworden.

In Europa wird die Leidenschaft für dieses Instrument durch das gewachsene Interesse für die außereuropäischen Kulturen genährt, mit dem Erfolg der Künstler, die es spielen und durch die Begegnungen mit den westlichen Fans.

Ursprünglich wurde die Djembe zu besonderen Gelegenheiten benutzt, wie zu verschiedenen Ritualen, Festen, Maskentänzen, Verlobungen, Hochzeiten, Taufen und Beschneidungen.

Obwohl die Djembe heute noch mit diesen verschiedenen Festen verbunden bleibt, hat sich ihre Anwendung im Lauf der Zeit geändert. Charakteristisch ist die radikale Veränderung des ursprünglichen Zwecks: Die Musik wird kommerzialisiert, die Djembe erscheint in den Konzertsälen Afrikas und auf der ganzen Welt. Die Musiker, ursprünglich Griots, werden zu Stars. Die magischen Prozeduren, die dem Schutz der Interpreten und der Instrumente dienen, werden vernachlässigt.

Für die Herstellung einer Djembe werden unterschiedliche Holzarten benutzt. Mit der Zeit hat sich der Klang verändert, denn einst wurde das Fell mit Lederriemen auf das Holz gespannt. Heute dagegen werden Nylonseile benutzt, die eine bessere Spannung geben, was den Klang brillanter und die Noten höher macht.

DIE DJEMBE ALS MITTEL FÜR WACHSTUM

Es ist sehr wichtig, in der Übung mit der Djembe, die Elemente zu finden, die das Aufblühen des Seins begünstigen: Wachstum des Geistes, Entspannung des Körpers und des Geistes, Befreiung und Ausdruck des Körpers, Annäherung der Musik mit Freude, Ausübung von künstlerischer und physischer Aktivität. (Um die Djembe zu spielen ist es nicht notwendig, Kenntnis darüber zu haben).

DIE DJEMBE ALS KOMMUNIKATIONSINSTRUMENT ODER DIE DJEMBE, DIE SPRICHT

Alle Trommeln Afrikas gehören zu zwei verschiedenen Instrumentenfamilien: Trommeln mit einem Fell bespannt sind am zahlreichsten. Die Echoloten sind Trommeln mit Schlitzen und Spalten. Die Sprache der Djembe gibt nicht direkt die gesprochene Sprache wieder, jedoch deren Verbindung.

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